HOMBERGER HINGUCKER

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Rathaus-Umbau: Erste Lernfortschritte oder Bluff?


In der letzten Sitzung des Bauausschusses stellte das Architekturbüro Heß eine Machbarkeitsstudie vor, in der geprüft wurde, ob die von dem Architekten Christian Gerlach vorgelegten Bedarfsflächen zur Umstrukturierung des Rathauses auch in dem Anbau in der Obertorstraße 1 unterzubringen wären. Im Prinzip ja, doch zu sehr hohen Kosten. Die Studie wurde auf Antrag der CDU-Fraktion erstellt.

Im Sitzungsprotokoll heißt es:

"Bürgermeister Dr. Ritz teilt dem Ausschuss mit, dass der Abbruch des Anbaus der Obertorstraße 1 unbedingt erfolgen muss, er kann aufgrund des baulichen Zustandes nicht erhalten bleiben. Alle anderen Punkte für eine Neukonzeption des Rathauses sollen genau überprüft werden, unter anderem die zwingend erforderliche Gesamtbürofläche und welche Bestandsflächen zukünftig genutzt werden sollen. "


Im Bauausschuss wurde Dr. Ritz deutlicher:

Zeitplan

Der Umbau des Rathauses sei nur langfristig angedacht, es wären nur die ersten Schritte.  Merkwürdig, dass im Finanzplan bereits reale Kosten eingestellt und beschlossen wurden. Schon 2015 wurden Kosten ab 2016 beschlossen.

 

Bedarfsplan

Wie verändert sich die Arbeit im Rathaus, und wie wirkt sich das auf die Organisation und den Raumbedarf aus? Diese Frage wurde erst gar nicht gestellt und somit nicht beantwortet.
Der Architekt Christian Gerlach aus Fritzlar hat nur über die Befragung der Mitarbeiter den Raumbedarf ermittelt, der im Rathaus unterzubringen sei. Das ganze sollte wohl nur zum Schein eine Legitimation schaffen, um weiter zu bauen und Kulturdenkmäler zu zerstören.

Der Bürgermeister sprach in der Sitzung die kommunale Zusammenarbeit an, die verstärkt werden soll, um so zu sparen, Personal, Kosten und Räume. Die Stadtkasse wird schon zusammen mit Frielendorf geführt.

Der Weg zwischen Frielendorf und Homberg ist weiter als der vom Rathaus über die Straße ins Bauamt, der als langer Weg bezeichnet wird.

Die Digitalisierung macht vor der Verwaltung auch nicht halt. Das wird die Arbeitsabläufe und die Aktenführung weiter verändern. In der Wirtschaft arbeiten Teams zusammen, die über den Erdball verteilt sind. Die Digitalisierung macht es möglich. In Homberg seien die Wege im Rathaus und über die Straße ins Bauamt zu lang. Wer  will dem Bürgermeister und seinem Architekten das glauben.

In der Sitzung des Bauausschusses deutete Dr. Ritz immerhin an, dass durch die kommunale Zusammenarbeit Räume eingespart werden. Die beteiligten Kommunen werden kein Verständnis aufbringen, dass bei ihnen Büros leer stehen, während in Homberg neue gebaut werden. Eine solche Zentralisierung macht keinen Sinn. Eine Dezentralisierung der Arbeitsplätze nutzt die vorhanden Ressourcen und spart längere Wege zum Arbeitsplatz ein.

Sollte der Bürgermeister etwas dazu gelernt haben? Es wäre eine Hoffnung. Oder ist es nur wieder ein Ablenkungsmanöver?

siehe auch: „FDP fordert elektronisches Rathaus in Homberg“ das war bereits 2009

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