HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Bürgermeister verlangte Zahlung auf sein privates Konto


Bereits 2015 versuchte  Bürgermeister Dr. Ritz, Kritik an seiner Politik mit Diffamierung und Drohung zum Schweigen zu bringen. Zusätzlich kam noch eine finanzielle Forderung zu Gunsten seines Privatkontos.

Bürgermeister forderte Geld

Dr. Ritz behauptete in seinem Schreiben vom 1. April 2015, er habe sich von einer Hamburger Anwaltskanzlei beraten lassen müssen, ob er strafrechtlich gegen mich als Stadtverordneten vorgehen könne. Es ging um den Verkauf des ehemaligen Landratsamtes, das für den symbolischen Preis von einem Euro unter Wert an die Homberger Kraftstrom Bezugsgenossenschaft verkauft wurde. Gegen diesen "Verkauf" hätte der Bürgermeister vorgehen müssen, da er gegen die Hessische Gemeindeordnung (HGO) verstieß.

Am 2. April 2015 ließ Dr. Ritz den Brief mit dem offiziellen Briefkopf des Bürgermeister der Stadt Homberg durch einen Boten der Stadt überbringen. Er verlangte, seine Anwaltskosten in Höhe von 1.254,81 Euro auf sei privates Konto zu überweisen. (Brief als pdf-Datei)

Ein Schaden wurde nicht nachgewiesen

Bürgermeister Dr. Ritz wurde daraufhin anwaltlich aufgefordert, den Schaden nachzuweisen, er tat es nicht. Oder konnte er es nicht?   Antwort Dr. Ritz:

„ … darf ich Sie zunächst bitten, sich mit haltlosen „Vermutungen“ bzw. Unterstellungen zurückzuhalten.“

„Gerne bin ich bereit, mich mit Ihnen über eine Schadensregulierung – vor allem auch im Hinblick auf die bislang von mir in Person noch nicht geltend gemachten zivilrechtlichen Ansprüche – zu verständigen.“

Argumentationen diffamierte er als Vermutungen und Unterstellungen anstatt sich dazu zu äußern. Außerdem wies er auf weitere zivilrechtliche Ansprüche hin, eine weitere indirekte Drohung.
 

Fragen zu dem Vorgehen des Bürgermeisters

–  Bei Verdacht auf eine strafbare Handlung kann jedermann die Staatsanwaltschaft informieren, die dann den Sachverhalt prüft und entscheidet, ob Ermittlungen aufgenommen werden oder nicht.

–  Herr Dr. Ritz hätte auch ohne eine vorherige Beratung durch einen Anwalt Strafanzeige stellen können. Einem Volljuristen, wie Bürgermeister Dr. Ritz es ist, dürfte das bekannt sein.

–  Hatte die vom Bürgermeister in Anspruch genommene anwaltliche Beratung vielleicht das Ziel Kosten schaffen, mit deren Einforderung gedroht und einschüchtert werden kann?

–   Warum wählte der Bürgermeister für die Beratung keinen regionalen Anwalt, dessen Stundenhonorar weit unter dem der Hamburger Kanzlei liegt – Stundenhonorar 325,00 Euro zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer? Über Aufträge mit solchen Honorarsätzen würden sich auch regionale Anwälte freuen.

–  Warum bemühte er die Hamburger Kanzlei? Dr. Ritz war selbst vor dem Bürgermeisteramt in einer Hamburger Kanzlei tätig.

–  War es ein Freundschaftsdienst eines seiner Kollegen?

–  War die Rechnung vielleicht nur für die Drohgebärde ausgestellt worden?

–  Ist die Rechnung von Dr. Ritz, der die Leistung veranlasst hatte, überhaupt bezahlt worden? Wenn er sie bezahlt hat, warum legte er entsprechende Nachweise nicht vor?

–  Gibt es eine Rechtsgrundlage für die Forderung aus der Beratung – die für eine Strafanzeige gar nicht erforderlich ist?
 

Ein Beispiel von vielen

Dieser Fall ist nur einer aus einer ganzen Reihe von weiteren Methoden, die Bürgermeister Dr. Ritz in seiner Amtszeit eingesetzt hat. Weitere Vorgänge werden nach und nach veröffentlicht. Erinnert sei an seine "Persönliche Erklärung" am Ende der Stadtverordnetenversammlung am  30. Juni 2017, in der er behauptete, ihm und seiner Familie sei Schaden zugefügt worden. Auf die schriftliche Nachfrage welcher Schaden ihm zugefügt worden sei, antwortete er nicht.

Es bleibt den Juristen überlassen, wie sie diese  Aufforderung zur Zahlung auf sein Privatkonto aus juristischer Sicht einordnen.


siehe auch:
Persönliche Erklärung 23.04.2015
Aprilscherz? 03.04.2015

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33 Kommentare zu “Bürgermeister verlangte Zahlung auf sein privates Konto”

  1. ich

    Respekt Herr Schnappauf, den Hingucker sollten wir einfach mal Mario Barth deckt auf bei RTL zuschicken. Der braucht immer sehr genaue Erklärungen und korrekte Unterstellungen an Städte/Gemeinden usw.. Die RTL Schow braucht eigentlich keine anderen Städte mehr zu suchen.

  2. Mitgucker

    V§823 abs.2 bgb 
    Dabei handelt es sich um die zivilrechtliche Konsequenz (Schadenersatzanspruch) bei der Verletzung eines möglicherweise einem ganz anderen Rechtsgebiet angehörenden Gesetzes

  3. Le penseur

    Es muss doch für einen Bürgermeister als Volljuristen mehr als deprimierend sein, einem "Amateur" in Rechtsfragen zu unterliegen. Herr Dr. Ritz hat mit Sicherheit eine hervorragende Ausbildung als Volljurist genossen, und trotzdem stösst er bei dem Blogbetreiber auf Granit. Sollte ich persönlich jemals in ein Rechtsverfahren verwickelt werden, würde ich mir die Hilfe beim Blogbetreiber in Wernswig einholen.

  4. Heinrich der Achte

    In jedem Beruf gibt es welche, die es gelernt haben und ihren Beruf ausfüllen können und aber auch immer wieder welche, die beim lernen nicht richtig aufgepasst habeben, also es dann nicht können und immer  wieder Hilfe von außen benötigen um zu zeigen, dass sie es nicht können. Und hier haben wir so einen Fall. B L A M A B E L !!! Ich würde mich schämen.

  5. AnwaltsLiebling

    Ob Drohgebärde oder nicht.

    Es macht mich stutzig, dass ein Volljurist bei diesen juristischen Kinkerlitzchen eine anwaltliche Beratung benötigt.

    Falls er sich absichern wollte, hätte er einen alten Kollegen aus der Hamburger Kanzlei anrufen und die Sache "auf dem kleinen Dienstweg" klären sollen. 

  6. Le Farceur

    6.

    Vielleicht reichen die Kenntnisse dieses Volljuristen wirklich nur für eine Politikkarriere in einer Kleinstadt aus. An den nötigen Netzwerken arbeitet dieser Bürgermeister emsig. Ich bin gespnnt, ob und wann dieser Guru einmal von den Homberger Stadtverordneten in Frage gestellt wird. Er wäre einer der wenigen Politiker, der eine solche Zahl von Elementarfehlern schadlos überstehen würde.

  7. Dr. Klaus Lambrecht

    Am 28.Februar 2014 wurde der damalige Bürgermeisterkandidat  Dr. Ritz interviewt. Damals sagte er in der HNA:

    „Ich gehe da analytisch heran und kann so an Perspektiven arbeiten.“ Und das ganz gezielt mit den Hombergern und den Mitarbeitern der Stadt. „Ein Bürgermeister regiert ja nicht.“

    Wo sind wir heute ?
    Nein der Bürgermeister regiert nicht, er diktiert mittlerweile ohne Bürgerbeteiligung und -einbindung und wie mir scheint oftmals ohne die Einbindung der Verwaltung. Wie sind unterschiedliche Verlautbarungen aus dem Rathaus zu interpretieren.

    Zu den Äußerungen gegenüberdem Protokolannten fält mir nur der Begriff, Verhinderung der Mandatsausübung ein. Warum deckt der Bürgermeister nicht auf? Mein Verständnis von parlamentarischer Arbeit umfasst auch die Kontrolle der Verwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze.

    Es ist das verbriefte Recht der Demokratie, dass die Ausschüsse Antworten bekommen und sind sie noch so unangenehm.

    Werden die Fragen nicht beantwortet nur ein Hinweis: Bald sind Wahlen, seien Sie im Land oder in nicht all zu ferner Zukunft auch wieder in Homberg. Der Wähler vergisst nicht so schnell wie manche Politiker.

  8. Distanzbetrachter

    So, wie sich die ganze Geschichte schon seit langer Zeit darstellt, denke ich, dass der gute Mann aus Homberg in Ausübung seiner Verantwortung die Kritiker, egal welch politischer Couleur, bei der Durchsetzung seines Vorhabens lediglich als unnützen Ballast ansieht. Konstruktive Gedanken von FWG und Bürgerliste, die diese teils mit großem Engagement zu Papier gebracht haben, werden von vorne herein ohne große Überlegung in die Tonne versenkt, nach dem Motto: Ich lasse mich weder von einigen Besserwissern belehren, noch in meiner Zielsetzung aufhalten.

    Das Kapitel „Schnappauf“ scheint für den guten Mann ein verdammt dunkelrotes Tuch zu sein, das er eigentlich zerfetzt sehen wollte. Doch egal, wie auch immer, die Art des gesamten Prozedere, wie er Schnappauf einen Maulkorb verpassen wollte, die war weiß Gott in sich nicht korrekt, einfach unprofessionell.

    Und ganz ehrlich, mich erinnert das alles an das alt bekannte Hase – Igel Spiel. Immer, wenn der Homberger Hase meinte, er wäre am Ziel, da rief der Wernswiger Igel: Ich bin schon da…!

    Last not least der letzte Abschnitt von Dr. Lambrecht sollte zu denken geben; die Zeit wird reif für eine Erneuerung! Nur dazu, Herr Dr. Lambrecht bedarf es auch einer Instrumentalisierung der FWG, nicht der Freien Weg Gucker, sondern der Freien Willens Gemeinschaft mit dem Ziel persönlicher und politischer Änderungen! 

    Die Wähler haben es in der Hand!

  9. Scherzbold

    Morgen ist der 1. April.

    Bitte keine Rücktrittsmeldungen posten, die nicht der Wahrheit entsprechen.   🙂

  10. Scherzbold

    "Der Wähler vergisst nicht so schnell wie manche Politiker."

    Für Homberg melde ich massive Zweifel an.

    Sonst hätten die bürgerlichen Parteien, FWG und Bürgerliste, schon lange das Ruder übernommen.

    Gucken mer mal.

  11. Wähler

    "Distanzbetrachter" bringt es mal wieder auf den Punkt.

    Es rumort zusehends in Homberg.

    Nur: Bei der nächsten Bürgermeisterwahl muss auf der Kandidatenliste endlich einmal ein Volltreffer stehen.

    Herkunft, Studium, akademischer Grad, dürfen im Vorfeld der Wahl nicht alleinige Kriterien sein.

    Vielleicht braucht Homberg einen gewieften Verwaltungsbeamten, der ein Gespür für das Machbare hat und zudem die Fähigkeit besitzt, die Bürgerschaft in eine erfolgreiche Zukunft mitzunehmen.

    Ein Mann aus dem Volk für das Volk, ein Diener für alle Homberger und Hombergerinnen.

  12. Mister X

    Dr. Lambrecht,

    jetzt muss ich doch tatsächlich wieder einmal das Wort ergreifen.

    Sie traten bei der letzten Wahl für die FWG an. Viele Homberger, mich eingeschlossen, waren über den Wahlausgang bezüglich der FWG sehr erfreut.

    Ich hätte mir gewünscht, Sie hätten zunächst Ihr Mandat als Stadtverordneter wahrgenommen.

    Ihre Partei erkor sie jedoch zum Magistratsmitglied, was meiner Meinung nach ein strategischer Fehler war. Dies ist bis heute meine Meinung. Mit ihrem Rücktritt versetzten Sie die FWG in eine Schockstarre, die bis heute anhält, obwohl ich die Internas nicht kenne.

    Kürzlich schlossen Sie in diesem Blog eine Kandidatur zum Bürgermeister aus Altersgründen aus.

    Dieser Position sollten Sie noch einmal überdenken!

    Auch eine "Übergangslösung auf dem Bürgermeisterstuhl" könnte unsere Stadt endlich in ein ruhigeres Fahrwasser führen. 

    Zudem wäre altersbedingt ausgeschlossen, dass Sie sich im Homberger Rathaus für höhere Weihen empfehlen möchten…..

    Ein kooperativer Führungsstil würde zu Ihrer Person passen.

    Den Satz " Sagen Sie die Wahrheit, Herr Bürgermeister" aus dem Munde des Amtsleiters könnte ich mir bei Ihnen nur schwerlich vorstellen.

  13. Homberger Jeck

    Für mich ist der jetzige Bürgermeister genau das, was am Abend der Bekanntgabe des Wahlergebnisses Herr Gerlach, SPD Fraktionsvorstand (in der HNA nachzulesen) unübertroffen auf den Punkt gebracht hat: " Jetzt steht uns kein Bürgermeister mehr im Weg" !.

    Er ist Symbol für einer mit großen Mängeln behafteten Hess. Gemeindeordnung. Denn eine Kontrolle, wie sie dort vorgesehen ist findet nicht statt. Darüberhinaus ist der Bürgermeister, der von den Bürgern gewählt wurde, nur eine Marionette der Parteien. Das kann man auch an der Homberger Politik ARGE und der ewigen Provinzfürsten die dort herrschen festmachen.

    Unabhängig davon kann er trotzdem Akzente setzen. Was auch hier geschieht, wie auch zu Herrn Wagners Zeiten.

    Insofern ist die Kritik an seiner Person damit auch eine Kritik an ALLEN Parteien die in Homberg im Parlament agieren. Da wird selbst ein "Ehrenbürger" zum Beweis politischen Versagens.

    So wie man sich starke Partner im EKZ in den Träumen herbeigesehnt hat und es nach wie vor träumt, so ist der Bürgermeister der Wunsch nach Verbesserungen.

    Die nächste Wahl ist ein Signal. Jedoch wird erst die nächste Kommunalwahl zeigen, welche Änderungen in Homberg eintreten werden.

    Angefangen von klaren Positionen der Parteien und nicht nur leeren Wahlkampfworthülsen bis hin zur Vorschlagsliste und den dortigen Personen. Im Vorfeld auch klare Ansage, wer Magistratsmitglied wird.

    Die Magistratsmitglieder müssen, wenn man ehrliche Politik betreiben will vollständig neu sein, im bisherigen Stadtverordnetenbereich nicht genannt sein, und dürfen nicht auf der Liste der zur Wahl als Stadtverordnete vorgeschlagenen Bürgern stehen.

    Für mich auch ein notwendiges Zeichen:

    Alle Sitzungen sollten per Ton- und Videoaufzeichnung während der Sitzung im Internet zu sehen sein, dann in einem Archiv immer ansehbar bleiben und damit sichtbares Zeichen für das sein, was man sich derzeit als Symbol für nicht Vorhandenes auf der Homepage lesen kann:

    "WIR in Homberg" !

    Zur Position des Bürgermeisters in der HGO schaut euch einen Hessenschaubeitrag vom 31. März 2018 an. Der Städte- und Gtemeindebund kommt zu Wort.

    Am Ende wird sichtbar:

    Die Parteien im Landtag haben kein Interesse daran, die Fehler der HGO zu beseitigen.

    http://www.hessenschau.de/tv-sendung/video-58472.html

    Mit Jecken Ostergrüßen

    🤡

  14. Mitgucker

    #12

    Auch eine "Übergangslösung auf dem Bürgermeisterstuhl" könnte unsere Stadt endlich in ein ruhigeres Fahrwasser führen. 

    Glauben Sie ernsthaft, das ein Bügermeister, und sei er noch so gut, die reale Möglichkeit hat in nur einer oder zwei Amtsperioden wirklich etwas zu erreichen? Bereinigen Sie erst einmal den Background, denn dieser wird immer wieder gewählt. Solang dieser nicht geläutert wird, können Sie als BM jeden x-beliebigen einsetzen und es würde dennoch nichts ändern

  15. Mitgucker

    #11

    Vielleicht braucht Homberg einen gewieften Verwaltungsbeamten, der ein Gespür für das Machbare hat und zudem die Fähigkeit besitzt, die Bürgerschaft in eine erfolgreiche Zukunft mitzunehmen.

    Wollen Sie wirklich als Bürger "verwaltet" werden? Das bekommen Sie doch gerade zu spüren. Alles weitere siehe meinen Kommentar zu "Mister X" (#13)

  16. Le Penseur

    Zu dem von dem Blogbetreiber eingestellten Bericht haben sich sehr viele Kommentatoren mit ihren Artikeln gemeldet.

    Wer sich die Sportsendung "Doppelpass" vom heutigen Tag angesehen hat, muss feststellen, dass ein Verein nur absolut erfolgreich geführt werden kann, wenn sich der Vereinsvorstand aus starken Menschen zusammensetzt. Das heißt, auf die Politik umgesetzt, ein starker Bürgermeister ist daran interessiert, sich mit starken Menschen zu umgeben. Nur wenn ein "Chef" (Bürgermeister) bereit ist, sich der Kritik, die einer Weiterentwicklung des Ganzen zuteil werden soll, stellt, wird er sich auch persönlich weiterentwickeln. Wenn ich mir überlege, wie ein absolut kritischer Sportsmann wie Matthias Sammer bei Bayern München positiv gewirkt hat und jetzt von Borussia Dortmund engagiert worden ist, so sind beide Vereine daran interessiert, ihre Vereine auf Top-Niveau zu halten oder weiterzubringen.

    In Homberg ist der Bürgermeister umgeben von Abgeordneten, die teilweise über 20 Jahre dem Parlament angehören und immer noch an herausragender Stelle arbeiten. Es lief immer nach dem Motto ab "Wir wollen einen Bürgermeister – einer von uns soll es sein"! Dies war bei Herrn Wagner so und wurde bei Dr Ritz weitergeführt. Der nächste, der wohl in Lauerstellung steht, wird der Junior von Bernd Herbold sein.

    Alle positiven Ansätze, die auch bei bereits durch das Parlament beschlossenen Baumaßnahmen durch die FWG bzw. Bürgerliste als leichte Abänderungen vorgebracht wurden, wurden durch die ARGE Homberg abgeschmettert. Den etablierten Parteien geht es nur darum, FWG als auch Bürgerliste austrocknen zu lassen. Wenn nicht bald eine Umkehr im Denken des Bürgermeisters einsetzt und er wohlüberlegte Gedankengänge der Opposition aufgreift, wird sich diese Stadt zwar weiter verschulden, eine Baumaßnahme nach der anderen ergreifen, aber den eigentlichen Fortschritt, der der Stadt guttut, nicht erreichen. Hierzu ist allerdings eine Arbeitsweise erforderlich, die heute in den meisten gut geführten Betrieben selbstverständlich ist, die Teamarbeit müsste greifen. Die Alleinherrschaft, die jegliches alternative Gedankengut im Keim erstickt, ist unserer Stadt abträglich.

  17. Frau Schild

    Zu 12 – Mister X: 

    Woher wissen Sie, dass Herr Dr. Lambrecht von der FWG in den Magistrat gedrängt wurde?

     

    Zu 11 – Wähler:

    Bei der letzten Wahl stand ein "Volltreffer" auf der Liste. Leider wurde das nicht erkannt. Es musste ja der "Homberger Jung" sein.

  18. Mister X

    Mitgucker

    In diesem Zusammenhang weise ich in Diskussionen gern auf den Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, Herrn Peter Feldmann (SPD), hin.

    Er brachte schon in seiner 1. Legislaturperiode den schwarz/grünen Magistrat häufig zur Verzweifelung.

    Gerade wurde er in seinem Amt bestätigt…..

    Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu, dass die Altparteien in Homberg dringend eine Blutauffrischung benötigen.

    Diese Erkenntnis muss sich aber auch in der CDU und der SPD durchsetzen.

    Wir alle haben gelernt, dass die Mehrheitsverhältnisse in Homberg durch Wahlen nur schwer verändert werden können.

    Die Wahlergebnisse in Homberg zeigen mir, dass mehrheitlich die jeweilige Partei ( Altpartei) bei der Wahlentscheidung im Vordergrund steht und nicht die dahinter stehenden Lokal-Politiker.

  19. Mister X

    Frau Schild

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Dr. Lambrecht als Neuling in der FWG, der ganz sicher in erheblichen Maße zum guten Abschneiden beigetragen hat,  sofort das Mandat eines Magistratsmitgliedes für sich einforderte.

    Dr. Lambrecht nimmt ggf. Stellung.

    Zu Ihrer Frage selbst, Frau Schild:

    Ich weiß es nicht, ich vermute es.

  20. Phil Antrop

    Frau Schild

    Ob man Herrn Dr. Lambrecht "gedrängt" hat, weiß ich nicht und glaube ich auch nicht.

    Was allerdings darstellbar ist: Dr. Lambrecht meinte wohl, im Magistrat mehr bewirken zu können, als er dies als einer unter vielen in der Stadtverordnetenversammlung hätte machen können.

    Evtl. hat man ihn ja in seiner Denkweise bestärkt. Aus welchen Erwägungen heraus auch immer.

    Dass er so schnell erkannte, dass es im Magistrat letztlich nicht anders als in der Stadtverordnetenversammlung ist; dass es an Unterstützung seiner Arbeit durch die Stadtverordneten  der FWG fehlen würde, hatte er  nicht erwartet.

    Seine Konsequenz: Rückgabe des Mandats, die einzige Alternative !

    Als Bürgermeister ? Nein !

    Da muss ein jüngerer und in kommunaler Verwaltungsarbeit ( Ebene Gemeinde / Stadt ) erfahrener Bürger ran. Erfolg wird ihm nur beschieden sein, wenn die Mandatsträger der Stadt ihn auf einem "Averner Schild" durch das Dorf tragen ! Als Majestix von Homberg sozusagen !

    Es gab 2011 die Hoffnung, die SPD würde Oppositionsarbeit leisten. Und 2014 einen Hoffnungsschimmer Bürgermeisteramt. Beide Male gingen in die Hose.

    Ob man im Nachhinein Herrn Opitz (als Verlierer) und doch Glückspilz bezeichnen kann? Ich meine Ja !

  21. Scherzbold

    Bei der nächsten Bürgermeisterwahl wird sich zeigen, wie die Homberger zu ihrem "Baumeister"

    stehen. 

  22. Wähler

    Frau Schild

    Ich hatte es erkannt, wenn Sie Herrn Opitz meinen.   🙂

  23. Wähler

    Mitgucker

    Ich möchte nicht verwaltet werden. Aber verkennen Sie bitte nicht die Qualität von guten Verwaltungsbeamten. Für eine Kleinstadt kann aus ihren Reihen ein guter Bürgermeister kommen.

    Homberg hatte doch schon einmal gute Erfahrungen gemacht.

    Quereinsteiger in den "Verwaltungsbetrieb" müssen nicht unbedingt erfolgreich sein….

     

  24. Opa

    Le Penseur

    "Der nächste der in Lauerstellung steht, wird wohl der Junior von Bernd Herbold sein."

    Bis dahin wird die Arge aufgelöst sein und Christian Haß ist der Gegenkandidat.

    Welcher Partei der jetzige Bürgermeister nahe steht, weiß ich immer noch nicht.

    Zuerst dachte ich der CDU, dann ging das Gerücht herum, er wäre Mitglied der SPD geworden.

  25. Frau Schild

    Zu 19 – Mister X: 

    Ihre Vermutung ist nicht richtig.

     

  26. Frau Schild

    Zu 16 – Le Penseur:

    Chapeau!

     

  27. Zugezogener

    "Le Penseur"  ist offensichtlich ein Kenner der Homberger Politik.

    Ich frage in die Runde:

    Was hat sich in Homberg seit dem Amtswechsel von Bürgermeister Wagner zu Dr. Ritz eigentlich zum Positiven verändert?  

    Erhellend wäre für mich, wenn Herr Wagner einmal Stellung beziehen würde;

    z.B. welchen Einfluss oder auch Druck übten Teile des Magistrates  auf ihn während seiner Amtszeit aus.

    Wie steht er zur damaligen Aussage des Fraktionsvorsitzenden der SPD, "endlich steht kein Bürgermeister mehr zwischen uns." 

    Wie wertete er die Aussage des amtierenden Bürgermeisters, er müsse in Homberg jeden Stein umdrehen.

    Wie sieht er die Amtsführung seines Nachfolgers?  

     

     

  28. Dr. Klaus Lambrecht

     

    Das Problem der Homberger Politiker ist, und das ist der Unterschied zu vielen Parlamenten wo die politische Zusammenarbeit zum Wohle der Kommune funktioniert, dass man seitens der Mehrheitsparteien nicht gewillt ist, alternative Ideen und Vorstellungen sachlich und fachlich zu diskutieren. Wie oft hört man z. B. bei Gesprächen mit den Gewerkschaften, dass man um einen Kompromiss gerungen hat. Kompromisse sind in Homberg undenkbar, hier hat nur einer das Recht auf die richtige Meinung, der Bürgermeister und/oder  die Mehrheitsparteien.
    Aber gerade im Austausch von Ideen und in der Diskussion über das Für und Wider von Planungen, Satzungen etc. entwickelt sich gelebte Demokratieund sehr of ein insgesamt akzeptiertes Projekt oder Vorhaben.

     In Homberg habe ich dies, so lange ich denken kann, nicht erlebt. Selbst im Magistrat war es nie möglich in strittigen Fragen sachlich und fachlich zu argumentieren.

    Diese Kultur, auch Streitkultur mit Sach- und Fachargumenten, muss ein Bürgermeisterkandidat in Homberg mit sich bringen, auch wenn es hart wird, eine Kompromisslinie zum Wohle der Bürger zu finden, ist entscheidend. Solange diese Streitkultur im Magistrat und Parlament  in Homberg nicht gepflegt wird, wird der unterlegene Teil der Bürger sich nicht mehr heimisch fühlen.

  29. Distanzbetrachter

    „Jede Stadt bekommt den Bürgermeister, den sie verdient“, sagte einst ein Bürgermeisterkandidat. ´Er sei sehr enttäuscht. Nun gehe in Homberg die Wagner-Politik weiter´ – Datum: 25.05.2014

    Wie war das noch mit der Asbach-Uralt Werbung: Nie war er so wertvoll wie heute, – ja, – nie war der Ausspruch eines Kandidaten so wertvoll wie heute…

    Und Frau Schild: „Markus Opitz“ war ein volles Pfund, dass die FWG in den Ring geworfen hat. Das war schon bemerkenswert! Schafft sie das noch einmal? Wie heißt es von so manchem Kommentator anlässlich guter Leistungen der Mannschaft bei Ausscheidungsspielen: „Macht's noch einmal, Jungs!“

    Außerdem gibt es ja noch die „Nistler“-Gruppe, die bestimmt auch positive Gedanken in sich trägt.

  30. AnwaltsLiebling

    Distanzbetrachter

    "Jede Stadt bekommt den Bürgermeister, den sie verdient."

    War das nicht der andere Bürgermeisterkandidat mit einem Doktortitel?

    Kann es sein, dass ich vor längerer Zeit bei den Insolvenzbekanntmachungen etwas gelesen habe?

    Ich meine nicht Dr. Ritz!

  31. Scherzbold

    Huch, zu später Stunde schaue ich in den Hingucker. Kommentare wurden wieder freigeschaltet.

    Gut so.

    Wenn Dr. Ritz in der Spätphase seines politischen Wirkens wäre –

    dann, aber nur dann, könnte ich ein wenig Verständnis für seine Amtsführung aufbringen.

    Als junger Mann  müsste er aber meines Erachtens für eine lebendige Debattenkultur eintreten.

    Fürchtet er dann gerichtliche Auseinandersetzungen mit der Inanspruchnahme von Anwälten?

  32. Distanzbetrachter

    Zu 30) AnwaltsLiebling

    Zu Ihrer 1. Frage:  Ja.

    Zu Ihrer 2. Frage:  So tief dringe ich nicht in den Werdegang von Zeitreisenden ein, die sich lediglich für einen kurzen Augenblick den Menschen empfahlen und dann wieder in der Versenkung verschwanden.

  33. Scherzbold

    Vor der nächsten Bürgermeisterwahl werden alle Kandidaten, ob Homberger oder Auswärtige, auf ihre Tauglichkeit für dieses hohe Amt genau durchleuchtet.  🙂

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