HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Arbeit für den Projektentwickler

 
Bürgermeister Dr. Nico Ritz hat den Auftrag der Stadtverordneten vom Juni 2018 missachtet.
Er erfüllt nicht seine Pflicht und handelt rechtswidrig.
 

Die Faktenlage

Die Stadtverordneten beauftragten am 14. Juni 2018 Bürgermeister Dr. Nico Ritz mit dem Projektentwickler Schoofs über die Blockrandbebauung in der Kasseler Straße zu verhandeln. Eine spätere Bebauung sollte möglich gemacht werden, indem entsprechend die Statik bereits darauf ausgelegt wird.
Das Verhandlungsergebnis sollte den Stadtverordneten vorgelegt werden, damit diese darüber entscheiden.

Diesen Auftrag hat Dr. Ritz nicht erfüllt.
# Die Verhandlungsergebnisse wurden nicht vorgelegt.
# Die Zeit vor dem Bau ist ungenutzt verstrichen.
# Der Projektentwickler betonierte die Fundamente und das Untergeschoss ohne Verstärkung.
 

Zum Verfahren

Am 12. März 2020 stellt Dr. Ritz die Präsentation des Projektentwicklers Schoofs in der Stadtverordnetenversammlung an Stelle des Geschäftsführers Younis vor.
In der Präsentation befinden sich zwei Seiten zur Blockrandbebauung in der Kasseler Straße.
Dieses sind Darstellungen und Aussagen von Schoofs, die aber vom Bürgermeister vorgetragen werden. Sollte das ein "Verhandlungsergebnis" zwischen Bürgermeister und Schoofs sein?

Dr. Ritz hat die Aufgabe und Pflicht das Verhandliungsergebnis den Stadtverordneten vorzulegen, und nicht der Projektentwickler. Es ist auch nicht vorgelegt worden, um genau darüber zu entscheiden.
Schoofs hatte gar keine eigene Veranlassung für die sogenannte Blockrandbebauung. In der Pflicht stand der Bürgermeister.

Keine Blockrandbebauung


  
Unter einer Blockrandbebauung versteht man, dass entlang der Straße mehrgeschossige Gebäude errichtet werden, die die Gebäudehöhen aufnehmen. Hier ist es durch das Sparkassengebäude an der Drehscheibe vorgegeben.

Auf der Seite der Präsentation von Schoofs ist lediglich eine rechteckige Fläche auf dem Parkdeck eingezeichnet, die für ein eingeschossiges Gebäude stehen soll. Für diese Zeichnung trifft das Wort von Ritz zu, es ist nur "hingeklatscht".

In dem zweiten Bild der Präsentation heißt es:

# Der Nachweis für eine eventuelle Straßenrandbebauung ist erbracht.

# Diese Planung "für den Fall" passt sich dem neu geplanten Baukörper der Sparkasse "Die Werkraum" an.

# Statische Berechnung liegt nun vor.

#  Ein eingeschossiges Gebäude ist keine Blockrandbebauung.
#  Die Höhe passt sich nur an den "Werkraum" an, nicht an die Höhe des Sparkassengebäudes.
#  Die statische Berechnung wurde nicht vorgelegt – eine statische Berechnung erübrigt sich auch für den nur eingeschossigen Bau, da die Nutzlast für den eingeschossigen Bau (200kg/qm) unter der anzunehmenden Nutzlast (350kg/qm) für das Parkdeck liegt.
   

Diese Zeichnung ist eine Verhöhnung der Stadtverordneten, der kommunalen Selbstverwaltung, einer demokratisch legitimierten Politik. Damit stellt sich Bürgermeister Dr. Ritz außerhalb des Rechtsstaats, er glaubt – wie schon mehrfach in den letzten Jahren – sich über Recht und Gesetz hinwegsetzen zu können.

Warum hat der Bürgermeister nicht vor Sitzungsbeginn den Tagesordnungspunkt von sich aus abgesetzt, nachdem klar war, dass Younis nicht erschienen war um seine Planänderungen den Stadtverordneten vorzustellen? 

Indem sich der Bürgermeister nicht deutlich von dem Projektentwickler abgrenzt, unterstützt er die Geschäftsinteressen des Projektentwicklers Schoofs Immobilien.

Druckansicht Druckansicht

 


5 Kommentare zu “Arbeit für den Projektentwickler”

  1. Phil Antrop

    Ob der jetzige Bürgermeister auch einen Seitenwechsel vollzieht ?

    https://www.homberger-hingucker.de/um-was-ging-es-bei-wagners-geheimen-geschaeft/

  2. Nordhässlicher

    #  Die statische Berechnung wurde nicht vorgelegt – eine statische Berechnung erübrigt sich auch für den nur eingeschossigen Bau, da die Nutzlast für den eingeschossigen Bau (200kg/qm) unter der anzunehmenden Nutzlast (350kg/qm) für das Parkdeck liegt.

    Heute haben wir auf der Schoofs Immobilien Akademie im Bullshitbingo gelernt

    "Gebäude selber wiegen nichts, und Schneelasten müssen in Homberg nicht gerechnet werden"

    Homberg liegt in Schneelastzone 2a diese gibt 1,06KN/m2=108,9kg/m2 statische Scheelast vor.  Diese ist beim Flachdach voll in Ansatz zubringen. 

    Also haben wir schon 204kg+108,9kg=312,90kg/m2   3,5KN=357kg

    bleiben noch 44,10kg/m2 für die Konstruktion des Gebäudes.

    Davon müssen Fußboden, Wände&Decke + Installationen gebaut werden.  

    Also entweder gibt das eine Bretterbude aus Balsaholz, oder Schoofs baut ein Zelt auf.

    Und nein, Schneelasten werden auf Parkdecks statisch nicht besonderst eingerechnet,

    da man davon ausgeht das diese geräumt werden, bzw. die DIN diese in die Lastannahme der 3,5KN/m2 integriert hat.

    Weiterhin wird vernachlässigt das das Gebäude seine Eigen/Schneegewichte als Linienlasten durch die Wände bzw. Einzellasten durch Stützen abträgt, es handelt sich nicht um eine flächige Verteilung der Lasten wie bei der potentiellen Nutzung als Parkdeck für Fahrzeuge <2,5t.

  3. Homberger Jeck

    Homberger Model: In Homberg schneit es nicht überall. Dazu hat man mit der Bauaufsicht des Kreises sowie unter Einbeziehung der Klimaschutzbeauftragten der Stadt Homberg eine Vereinbarung getroffen, die die Bereiche festlegt auf den dies zutrifft.

    Im Bereich des Klimaschutzes wurde zudem ( ? unter Einbeziehung der Kompetenzen der politischen Kräfte der Grünen im Stadtparlament? ) klar geregelt, welche Pflanzen dafür in farge kommen.

    Ausgerichtet an zuküntigen Temperaturen sind das in erster Linie Weihrauch, Kokospalmen und damit wird auch ein Beitrag zur Eigenversorgung der Stadt mit Weihrauch- und Kokosprodukten sichergestellt. Zusätzlich sind auch Bodendecker und Chamaechorie im Gespräch.

    🤡

  4. Delf Schnappauf

    zu 2: Danke für die argumentative Unterstützung.
    Dank Ihrer detaillierteren Berechnung weisen Sie nach, dass selbst ein ebenerdiges Gebäude  auf dem Parkdeck statisch nicht möglich ist. Damit zeigen Sie sehr schön, dass es auch keinen statischen Nachweis gibt, denn eine falsche Berechnung ist keine Statik.
    Damit wird von Ihnen unterstrichen, dass es bei den beiden Seiten, die Bürgermeister Dr. Nico Ritz in der Stadtverordnetenversammlung vortrug, um Falschinformationen handelt, von der er sich nicht distanzierte.

    In den Medien ist über diesen Tagesordnungspunkt nicht berichtet worden.

  5. Phil Antrop

    Mewrkwürdig ist das nicht, wenn über Punkte nicht berichtet wird. Die Redakteure besitzen kaum den Sachverstand um politischen "Sprengstoff" zu erkennen. Selbst wenn wird in Homberg grundsätzlich nur Positives berichtet. Das kann man heute im Print nachlesen. Homberg nicht mehr unter dem Rettungsschirnm weil man angeblich gespart hat. Die Wahrheit sieht leider anders aus.

    Mal sehen was ich so zusammentragen kann damit ich auch belegen kann, das die Wahrheit anders aussieht. Angefangen von Sparauflagen des RP über die Haushaltsrede des Herrn Gerlach aus 201 oder 2012 , den jeweiligen Schuldenstand der Jahre seit 2008, die immer mit den Zuschüssen oder Fördergeldern verbundenen Sparauflagen.

    Hier der Anfang im Dezember 2008 688 000 € !

    "Eine Zuweisung kommt nur in Betracht, wenn eine Kommune trotz Ausnutzung aller zumutbaren Sparmöglichkeiten und Ausschöpfung aller zumutbaren Einnahmemöglichkeiten nicht in der Lage ist, Haushaltsdefizite aus eigener Kraft zu vermeiden."

    https://www.homberger-hingucker.de/688000-euro-aus-dem-landesausgleichsstock/
    Dann wurde gespart – koste es was es wolle. Entwicklung der Schulden

    https://www.homberger-hingucker.de/schulden-steigen-weiter-an/

    https://www.homberger-hingucker.de/schon-fur-2004-brauchte-homberg-hilfe-vom-land/

    Januar 2009

    https://www.homberger-hingucker.de/schluss-mit-lustig-jetzt-wird-es-ernst/

     

Einen Kommentar schreiben

Druckansicht Druckansicht

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA. Impressum Impressum